Mindelburg
Wie ist der aktuelle Stand in Sachen Nutzung der Mindelburg? Es ist ja vor allem die Rede von einer Machbarkeitsstudie, um zu prüfen, ob auf der Mindelburg ein Museum möglich ist. Wie hier der Stand der Dinge ist, wollten wir von der Stadtverwaltung wissen und haben ein paar Fragen per Mail geschickt und an ein paar Stellen auch nachgehakt. Hier findet ihr die Antworten der Stadt Mindelheim vom 25.11.25 mit Updates vom 26.01.26 und 11.02.26 dazu:
Wie ist der aktuelle Stand der Vorbereitungen zur Machbarkeitsstudie? Welche Vorarbeiten haben die Museumsleitung und ihr Team noch zu leisten?
In der Sitzung des Stadtrates am 30.09.2024 erhielt die Verwaltung den Auftrag, eine geeignete Agentur für die Erstellung einer museumsfachlichen Machbarkeitsstudie zu beauftragen. Am 09.12.2024 wurde vom Stadtrat der Beschluss gefasst, dass die Verwaltung die Ergebnisse der museumsfachlichen Machbarkeitsstudie dem Stadtrat vorstellen solle, um dann einen mit dem Stadtrat abgestimmten Bürgerbeteiligungsprozess einzuleiten.
Für die Ausschreibung der museumsfachlichen Machbarkeitsstudie wurde in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit der für Schwaben zuständigen Referentin der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern, ein Leistungsverzeichnis als Grundlage der Ausschreibung erarbeitet. Das Leistungsverzeichnis wird von der Landesstelle an ausgewählte, geeignete Agenturen versandt. Als Abgabetermin für das Angebot zur Durchführung einer Machbarkeitsstudie wurde der 19. Januar 2026, 12 Uhr festgelegt.
Die Museumsleitung wurde im September dieses Jahres beauftragt, in Zusammenarbeit mit der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern, nach dem Ende der Submission am 19. Januar 2026, die eingereichten Angebote nach zuvor mit der Landesstelle festgelegten Kriterien zu bewerten und den geeigneten Bieter mit der Erstellung einer museumsfachlichen Machbarkeitsstudie zu beauftragen.
Update mit Antworten per Mail der Stadt Mindelheim vom 26.01.26 und 11.02.26:
Der Stadtrat hat beschlossen, dass die Option einer musealen Nutzung Vorrang hat. Sollte die in Auftrag gegebene Studie ergeben, dass eine Nutzung der Burg als Museum als nicht sinnvoll erachtet wird, werden selbstverständlich weitere Möglichkeiten der Nutzung geprüft.
Vor einer Ausschreibung muss von der Förderstelle ein Bewilligungsbescheid oder zumindest die Erlaubnis des vorzeitigen Maßnahmenbeginns vorliegen. Das dazu gehörige Antragsverfahren wurde bereits eingeleitet; die Rückmeldung der Förderstelle steht jedoch noch aus.
Aus diesem Grund konnte die Ausschreibung noch nicht versandt werden, da sich dies förderschädlich auswirken würde. Der Zeitplan muss dementsprechend angepasst werden. Wie lange die „Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern“ dafür benötigt, den vorzeitigen Vorhabenbeginn zu bewilligen, ist derzeit nicht absehbar.
(Anmerkung team Mindelheim: Der Zeitplan hat sich auf unbestimmte Zeit verschoben, die Studie ist also noch nicht mal ausgeschrieben. Heißt: die Studie muss - sobald die Museumsfachstelle grünes Licht gibt - ausgeschrieben werden, dann melden sich Agenturen, die die Studie machen wollen. Dann muss es eine Auswahl geben, welche Agentur beauftragt wird. Erst dann kann die Agentur anfangen zu arbeiten. Das wird sich also noch Monate hinziehen. Gründe, warum der Bewilligungsbescheid bei der Förderstelle noch nicht durch ist, nennt die Stadt nicht)
Was kostet die Machbarkeitsstudie? Wieviel trägt die Stadt, was gibt es an Förderungen?
Für die Stadt Mindelheim stehen 45.000 Euro Fördermittel bei der Landesstelle für nichtstaatliche Museen bereit. Aufgrund der Regelung, dass ein Anteil von 10 % an den Fördermitteln selbst zu tragen ist, verbleibt der Stadt Mindelheim ein Anteil in Höhe von 5.000 Euro.
UPDATE mit Antworten der Stadt Mindelheim per Mail vom 26.01.26 und 11.02.26
Laut einer aktuellen Kostenschätzung der Museumsleitung betragen die Gesamtkosten für die Studie 60.000 Euro. Für die Stadt Mindelheim stehen 45.000 Euro Fördermittel bei der Landesstelle für nichtstaatliche Museen bereit. Die Restkosten in Höhe von 15.000 Euro trägt die Stadt Mindelheim. Die Förderung durch die „Landesstelle für nichtstaatliche Museen“ ist auf einen Betrag in Höhe von 45.000 Euro gedeckelt. Der Stadtrat hat einer Eigenbeteiligung in Höhe von bis zu 15.000 Euro zugestimmt. (Anmerkung team Mindelheim: Das ist eine Verdreifachung der Kosten für die Stadt Mindelheim innerhalb von 3 Monaten!)
Wie geht es nach den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie weiter:
a) wenn die Studie sagt: Museum ist möglich
b) wenn die Studie sagt: Museum ist nicht möglich?
Die Studienergebnisse liegen voraussichtlich Ende der zweiten Jahreshälfte 2026 vor und werden anschließend dem Stadtrat vorgelegt. Dieser befasst sich dann bei Bedarf mit alternativen Nutzungsmöglichkeiten. Zuvor lassen sich hierzu leider noch keine Aussagen treffen.
UPDATE mit Antworten der Stadt Mindelheim per Mail vom 26.01.26 und 11.02.26:
Vor einer Ausschreibung muss von der Förderstelle ein Bewilligungsbescheid oder zumindest die Erlaubnis des vorzeitigen Maßnahmenbeginns vorliegen. Das dazu gehörige Antragsverfahren wurde bereits eingeleitet; die Rückmeldung der Förderstelle steht jedoch noch aus.
Aus diesem Grund konnte die Ausschreibung noch nicht versandt werden, da sich dies förderschädlich auswirken würde. Der Zeitplan muss dementsprechend angepasst werden. Wie lange die „Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern“ dafür benötigt, den vorzeitigen Vorhabenbeginn zu bewilligen, ist derzeit nicht absehbar.
Es heißt immer wieder mal, die Machbarkeitsstudie würde auch Alternativkonzepte zu einer Museumsnutzung beleuchten und beschreiben. Zuletzt hat Stadtkämmerer und Bürgermeisterkandidat Michael Schindler (parteilos, CSU/SPD) das auch in der Podiumsdiskussion der Mindelheimer Zeitung am 27.01.26 öffentlich behauptet. Ist das so?
Anmerkung team Mindelheim:
Das von der Stadt Mindelheim erstellte Leistungsverzeichnis für eine museumsfachliche Machbarkeitsstudie, das potentiellen Agenturen, die sich für die Umsetzung der Studie bewerben, in einer Ausschreibung vorgelegt wird, um das erwartete Leistungsspektrum zu umreißen, beschreibt in Punkt 2 “Ziele der museumsfachlichen Machbarkeitsstudie” sehr deutlich, dass eine museale Nutzung geprüft werden soll:
"Sie ist Grundlage für die Planung einer dauerhaften und nachhaltigen Nutzung der Burg als zusätzlichem Museumsstandort innerhalb der bereits bestehenden städtischen Museen und ihren Sammlungen unter Berücksichtigung der hierfür notwendigen personellen Ressourcen.
Die Studie soll nicht nur abklären, inwieweit sich der Umzug des Heimatmuseums und Einrichtung eines Burgmuseums auf die Mindelheimer Museumslandschaft auswirken, sondern auch Entwicklungsoptionen aufzeigen, die die städtische Museumslandschaft insgesamt so ausrichtet, dass einerseits inhaltliche Zielsetzungen und vorhandene Ressourcen in Einklang stehen, andererseits die Potenziale von Sammlungen und Vermittlung optimal genutzt werden können.
Anhand einer Standortanalyse soll geklärt werden, inwiefern Potentiale, Synergien und positive Veränderungen durch die museale Nutzung der Burg entstehen können. […] Sie soll eine fachlich objektive Empfehlung aussprechen für die weitere Entwicklung der Museumslandschaft."
Von der Stadtverwaltung gab es keine Antwort, ob die Studie mehr als eine Museumsnutzung behandelt.
Zuletzt hatte Stadtkämmerer und Bürgermeisterkandidat (parteilos für CSU/SPD) Michael Schindler in der Podiumsdiskussion der Mindelheimer Zeitung vom 27.01.26 im Forum öffentlich gesagt: "„Es ist absolut richtig, dass man diese Machbarkeitsstudie macht, weil die Machbarkeitsstudie entsprechend auch gefördert wird. Und es ist ein Irrglaube zu sagen, die Machbarkeitsstudie ist zu 100% auf ein Museum festgeschrieben. Sondern das Spektrum der Machbarkeitsstudie ist ganz ganz breit und soll beinhalten, was ist denn alles möglich, neben einem Museum?
Auf Nachfrage an Stadtkämmerer und Bürgermeisterkandidat Michael Schindler (Parteilos, CSU/SPD), ob er zwischen den von der Stadt festgelegten Zielen der Studie und seiner Äußerung bei der Podiumsdiskussion einen Widerspruch sieht bzw. das einordnen kann, hat er am 16.02.26 per Mail geantwortet:
“ich sehe keinen Widerspruch und daher kann ich keine Einordnung treffen.”
Anmerkung team Mindelheim: Die Studie soll sich laut der Beschreibung in der Tat nicht nur mit einem möglichen Museum auf der Mindelburg befassen, sondern die anderen Mindelheimer Museen mit einbeziehen, die Konkurrenz in der Umgebung etc. Sie ist daher nicht auf die Mindelburg fixiert, sondern soll ein Gesamtkonzept für die Mindelheimer Museen als Ergebnis haben. Aber: es ist nirgendwo die Rede von einer anderen Nutzungsart als ein Museum. Warum sollte die “Landesstelle für nichtstaatliche Museen” auch eine andere Nutzung als ein Museum beleuchten und fördern?
Was ist ein Museumskonzept? Wann wird das von wem erstellt? Wie lange dauert es, bis ein Ergebnis vorliegt?
Der Museumsbund schreibt dazu:
„Das Museumskonzept stellt die Grundlage für die tägliche und zukünftige Museumsarbeit dar. Es bleibt nicht bei der Analyse des Ist-Zustandes stehen, sondern zeigt Potenziale und Perspektiven für die mittel- bis langfristige Entwicklung des Hauses auf. Es dient der Orientierung, der Reflexion und Transparenz der eigenen Arbeit und fördert letztlich auch die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Damit ist das Museumskonzept für jedes Museum eine Art Statut und somit ein unverzichtbares Instrument der Qualitätssicherung.“
Wenn im Stadtrat die Rede von einem Museumskonzept war, meinte man damit nicht nur die festgeschriebene Grundlage der Museumsarbeit, sondern ganz konkret, wie diese umgesetzt wird. Es beinhaltet somit ein „Raumbuch“, das das Museum nicht nur anhand seiner inhaltlichen Ausrichtung, sondern zum Beispiel auch in seiner gestalterischen Planung beschreibt.
Was kostet ein Museumskonzept? Wieviel trägt die Stadt, was gibt es an Förderungen?
Die Kosten eines Museumskonzeptes hängt von vielen Faktoren – z.B. vom Umfang der Planungen – ab. Die Kosten für das Museumskonzept des Krippenmuseums beliefen sich auf etwa 22.000 Euro. Es muss jedoch berücksichtig werden, dass dieses Konzept bereits im Jahr 2014 eingereicht wurde. Ferner wurden Architektenleistungen (sämtliche bauliche Planungen) vom Landratsamt separat übernommen. Darüber hinaus wurde ein Großteil der Arbeit von der Leitung des Krippenmuseums erbracht. Es ist folglich davon auszugehen, dass ein Museumskonzept für das Heimatmuseum (ca. 100.000 Objekte) im Vergleich zum Konzept des Krippenmuseums (ca. 6.000 Objekte – als Einzelfiguren und nicht als „komplette Krippe“ gezählt) erheblich teurer wird.
Was für ein Museum ist für die Mindelburg angedacht: Heimatmuseum? Burgenmuseum? Stadtgeschichtliches Museum?
Beim Heimatmuseum handelt es sich eigentlich um ein stadtgeschichtliches Museum. Aufgrund des nicht vollständig abgeschlossenen Sammlungskonzeptes wurden jedoch viele
Objekte aus dem „Umland“ angenommen, sodass das „städtische Museum“ in den 1950er Jahren in „Heimatmuseum“ umbenannt wird. Die Findung eines aussagekräftigen Namens wird Teil der Machbarkeitsstudie bzw. des Museumskonzeptes sein.
Der Stadtrat wünscht außerdem die Einrichtung eines Burgenmuseums.
Finanzierung späteres Museum: wieviel wird der Ausbau der Mindelburg zu einem Museum kosten/Was ist vom Etat her möglich? Welche Förderungen sind zu erwarten und wieviel Restfinanzierung bleibt bei der Stadt?
Die Machbarkeitsstudie soll dem Museumsträger, den Zuwendungsgebern sowie der Museumsleitung als objektive und analytisch fundierte Entscheidungshilfe dienen. Vor Fertigstellung der Machbarkeitsstudie können keinerlei Angaben zu den Kosten gemacht werden, da aktuell noch zu viele Variablen offen sind. Die Studie umfasst verschiedene Möglichkeiten der Umsetzung – von einer Minimallösung mit geringem finanziellem Aufwand bis hin zu einer Maximallösung mit großem finanziellem Aufwand. Hinzu kommen noch offene Fragen bzgl. möglicher Fördermöglichkeiten.
Was hat die Einrichtung des Krippenmuseums als Vergleich gekostet?
Die Einrichtung hat etwa 750.000 Euro gekostet, wobei Aufgaben wie das Verfassen der Texte, das Installieren der Objekte etc. von den Museumsmitarbeiter/innen Friederike Haber und Markus Fischer geleistet wurden. Hinzu kamen Kosten für die Sanierung des Gebäudes (Statik, Elektrik, Malerarbeiten, bauliche Eingriffe, die nicht Teil der oben genannten Summe sind).
Wie kam es überhaupt zu der Entscheidung, ein Museum auf der Mindelburg einrichten zu wollen? Gab es alternative Vorschläge, wenn ja, welche? Auf welcher Entscheidungsbasis wird ein Museum als Nutzung für die Mindelburg geprüft?
Im Jahr 2021 wurde das Projekt „Mindelburg“ in einer öffentlichen Stadtratssitzung vorgestellt. Der Stadtrat beauftragte damals die Verwaltung den Konzeptentwurf des Kulturamtes für die zukünftige Nutzung der Mindelburg zu konkretisieren.
Warum wurde nicht erst ein Ideenwettbewerb / Bürgerbeteiligungsprozess aufgesetzt / Agentur beauftragt, um zu klären, welche Möglichkeiten für eine weitere Nutzung die Burg bietet und was für die Mindelburg erwünscht und machbar ist?
Zunächst einmal braucht es eine wissenschaftlich fundierte Grundlage, die durch die Erstellung der Machbarkeitsstudie gewährleistet wird. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Dinge vorgeschlagen werden, die gar nicht umsetzbar sind. Nachdem die Verwaltung die Ergebnisse der museumsfachlichen Studie im kommenden Jahr dem Stadtrat vorgestellt hat, wird ein Bürgerbeteiligungsprozess erfolgen.
Weitere Nutzung der Burg:
Die ehemalige Sachon-Wohnung soll anscheinend erhalten bleiben. Zugänglich für die Öffentlichkeit? Als Museum/Ausstellung? Reicht dann der Platz für ein Museum überhaupt, wenn diese Fläche nicht zur Verfügung steht?
Im Juni 2021 hat der Sachonverlag den Palas der Mindelburg an die Stadt zurückgegeben. Seit der Auflösung des Mietverhältnisses wurden statische Untersuchungen im Zuge eines Bauvorprojekts durchgeführt. Parallel dazu betrieb man Bauforschung am Palas, was an den Sondierungsöffnungen und archäologischen Grabungen im Außenbereich der Hauptburg zu erkennen war. Eine Prospektion, mittels Georadartechnik in Verbindung mit 3D-Aufnahmen per Drohnenüberflug der Hauptburg wurde über das Landesdenkmalamt ermöglicht . Darüber hinaus wurde das Fraunhofer-Institut zum Thema Bauphysik eingebunden, bevor mit der statischen Ertüchtigung (Tragwerke der Geschoße und Dachansatz Ost/West) begonnen wurde. Bevor mit den Baumaßnahmen begonnen wurde, gab es einen „Tag der offenen Tür“ und es wurden Führungen für politische Gremien, Behörden, Vereine und Schulen angeboten, um das Projekt Mindelburg in der Öffentlichkeit präsent zu halten. Wann die Burg der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann, ist momentan nicht absehbar. Darüber wird voraussichtlich der neue Stadtrat in der Legislaturperiode 2026 bis 2030 entscheiden. Ob der vorhandene Platz ausreichend ist, wird die Machbarkeitsstudie beantworten.
UPDATE: Nach unserer Podcast-Folge zur Mindelburg haben wir hier nochmal konkreter nachgefragt, da im Podcast ja ein Vertrag erwähnt wurde, der die Nutzung deutlich einschränken würde. Hier die Antwort:
Zwischen dem Sachon-Verlag und der Stadt Mindelheim wurde vereinbart, dass die Wohnung im ersten Obergeschoss mit der bestehenden Ausstattung erhalten bleiben soll. Einige Räume dürfen vom Verlag außerdem an wenigen Tagen im Jahr genutzt werden. Die Zugänglichkeit der Wohnung für die Öffentlichkeit ist - nicht zuletzt aufgrund der momentan bestehenden Baustelle auf der Burg - noch nicht abschließend geklärt.
UPDATE mit Antworten der Stadt Mindelheim per Mail vom 26.01.26 und 11.02.26:
Wie bereits erwähnt, soll die Wohnung in der jetzigen Form erhalten bleiben. Im juristischen Sinne ist die kein „Muss“, was bedeutet, dass städtischerseits zwar grundsätzlich die Pflicht zur Erhaltung der Wohnung in der jetzigen Form besteht. Dennoch gäbe es Spielraum für Abweichungen bei Vorliegen besonderer Umstände. Ob zukünftig besondere Umstände vorliegen ist derzeit noch nicht absehbar. Dies wird maßgeblich von der Nutzungsart der Burg abhängig sein.
Die Formulierung wurde in den Vertrag mit aufgenommen, da die Wohnung als besonders erhaltenswert gilt. Eine zeitliche Befristung gibt es nicht.
Sind in Zukunft weiterhin Events im Außenbereich der Burg möglich? Wird die Event-Infrastruktur verbessert (mehr Strom- / Wasser- / Abwasseranschlüsse etc.)? Vielleicht sogar eine Eventfläche im Inneren der Burg, die man mieten kann?
Weiterhin sind Events auf der Burg möglich. Mehr oder bessere Anschlüsse sind momentan nicht in Planung. Zum aktuellen Zeitpunkt ist es auch nicht möglich, Räumlichkeiten der Mindelburg zu mieten.